Umfangreicher Pressebericht zu Gartenmöbeln

In einem umfangreichen Artikel vom 6. Juli 2016 hat die Badische Zeitung über unseren Gartenmöbel-Vergleich und die langjährige Arbeit auf diesem Feld berichtet. Dabei kamen nicht nur wir Umweltschützer zu Wort, sondern auch Firmenvertreter. Deren Einschätzung war natürlich etwas anders als die unsere, so dass wir an dieser Stelle nochmals deutlich machen wollen, warum wir die Bewertungskriterien im Vergleich so gesetzt haben wie sie momentan sind:

- Für Tropenhölzer ist zur Zeit lediglich das FSC-Siegel ein Garant dafür, dass das Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Standards stammt. Dies gilt auch für Plantagen-Holz, denn bei hochwertigen Hölzern wie Teakholz kam es dabei in der Vergangenheit schon zu falschen Deklarationen und in Wahrheit stammte das Holz aus Naturwäldern in Myanmar. 

- Bei uns in Deutschland heimische Holzarten können auch aus Osteuropa oder Russland stammen. Dort geschlagenes Holz stammt oft aus Urwaldzerstörung wie z.B. aus den rumänischen Karpaten oder der sibirischen Amur-Region. Deshalb sind auch Holzarten wie Eiche, Buche oder Fichte nicht von Grund aus unproblematisch. Erneut hilft auch hier nur das FSC-Siegel oder einwandfreie alternative Nachweise wie z.B. Lieferscheine aus Deutschland. Wer sicher gehen will achtet auch bei heimischen Hölzern auf das FSC-Zertifikat.

- Insofern uns die Geschäfte also weder ein FSC-Zertifikat noch alternative Nachweise der Unbedenklichkeit vorlegen können wird ein Produkt von uns als potentiell problematisch eingestuft. Wir sehen hier den Nachweis der Unbedenklichkeit nicht bei uns als Nichtregierungsorganisation, sondern bei den Händlern!

Wir fordern an dieser Stelle deshalb nochmals ganz deutlich, dass alle Holzprodukte einer eindeutigen Kennzeichnungspflicht unterliegen: diese sollte neben der exakten botanischen Bezeichnung das Ursprungsland und eine etwaige Zertifizierung beinhalten. Hier ist auch die Politik gefordert die in den letzten Jahren zwar Fortschritte im Hinblick auf zivil- und strafrechtliche Konsequenzen des Handels mit illegalem Holz geschaffen hat, allerdings werden diese in der Praxis bisher nur bedingt zum Nachteil des Urwaldschutzes duchgesetzt. Vor allem aber im Hinblick auf den Verbraucherschutz muss der Holzhandel transparenter und ein einfacher werden.

 

Artikel BZ Gartenmoebel 2016

 

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