Urwaldfreundliches Freiburg rückt näher PDF Drucken E-Mail

Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Freiburg haben vergangenen Samstag, den 15. Mai, in der Freiburger Innenstadt am Bertoldsbrunnen über die Kampagne für ein "urwaldfreundliches Freiburg" informiert und präsentierten den neuen Gartenmöbel-Vergleich. Eine Woche vor dem internationalen Tag der Artenvielfalt sollte damit gegen den Verkauf und die Verarbeitung von Holz aus Urwaldzerstörung im Raum Freiburg protestiert und für eine urwaldfreundliche Stadt geworben werden.
Mit Bannern und Informationsmaterialien sammelten wir über 500 Unterschriften für das „Freiburger Abkommen zum Schutz der Urwälder“ und stellten den druckfrischen Gartenmöbelvergleich 2010 vor, in welchem alle Anbieter von Gartenmöbeln in Freiburg auf ihr Sortiment hin untersucht und bewertet wurden.

Bereits zum fünften mal in Folge hat Greenpeace in zwanzig Freiburger Geschäften, welche Gartenmöbel aus Massivholz anbieten, recherchiert ob dieses aus Raubbau oder nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt und die Firmen in einem Vergleich daraufhin bewertet. Gartenmöbel stammen oft aus Indonesien, wo mit der Abholzung der Regenwälder die Heimat der letzten Orang-Utans vernichtet wird.
Erfreulicherweise konnten wir dieses Jahr kaum noch Gartenmöbel aus Urwaldholz finden. Trotzdem haben neben einigen Holzhändlern und vielen prominenten Unterstützern wie der Stadt Freiburg bisher recht wenig Filialleiter das Abkommen für den Urwaldschutz unterzeichnet und in anderen Sektoren wie dem Innenausbau oder Baugewerbe findet man leider noch häufig Parkett oder Bauholz aus Urwaldzerstörung. Von einer urwaldfreundlichen Stadt kann deshalb noch nicht die Rede sein, aber wenn es so weiter geht, ist Freiburg auf einem guten Weg dorthin!

Urwaldschutz ist mehr als Naturschutz und muss als wichtiger Teil des Klimaschutzes mit höchster politischer Priorität angegangen werden! Machen deshalb auch Sie mit und unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift!

orangutanfussabdruck2Vorbildliche Firmen bisher sind Bierer Biologische Baustoffe, Lignum stühle & tische, Roller GmbH & Co. KG, Unique Wood GbR und ZBÖ Fußbodentechnik.
Sie haben das Abkommen unterzeichnet und garantieren somit, auf den Handel mit Holz aus Urwaldzerstörung zu verzichten und stattdessen auf heimische Hölzer oder Ware mit dem FSC- bzw. Naturlandsiegel zu setzen. Beim Kauf von Holzprodukten sollten diese Geschäfte bevorzugt werden.

Auch die Presse zeigte lebhaftes Interesse am Gartenmöbel-Vergleich und besondes der Kampagne für ein urwaldfreundliches Freiburg. So berichteten sowohl "Der Sonntag" als auch die Badische Zeitung von unserem Aktionstag.