Neuer Gartenmöbel-Vergleich 2016

Am 9. Juni 2016 war es mal wieder (bereits zum 11. mal in Folge!) soweit für das Verteilen des neuen Gartenmöbelvergleichs unserer Waldgruppe. Dazu gab es einen Stand auf der Kaiser-Joseph Straße über welchen wir auch die Presse informiert hatten. Im Vorfeld hatten die Mitglieder fleißig in den einzelnen Möbelgeschäften und Baumärkten recherchiert aus welchem Holz die diesjährigen Gartenmöbel sind. Dabei wurde vor allem geschaut, ob diese FSC zertifiziert sind.

Bei schönem Wetter war der Stand schnell aufgebaut und es konnte losgehen. Es waren viele Leute unterwegs und so ließen sich die Ratgeber gut verteilen und es gab viel Interesse und Zuspruch von Passanten.

Die Gruppe hofft mit dieser Aktion Menschen dafür zu sensibilisieren, dass es noch immer zur Zerstörung von Regenwald wegen Holz (oft auch durch illegalen Einschlag) kommt und dass man beim Kauf auf das FSC-Siegel oder regionale Holzprodukte achten sollte.

 

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Aktion für klare Kennzeichnung bei Holzmöbeln und Sammlung von Unterschriften an Möbel BRAUN

Am Samstag, den 31.10.15, informierten Aktivisten von Greenpeace Freiburg in der Innenstadt über Mängel bei der Kennzeichnung von Massivholzprodukten und sammelten erneut Unterschriften gegen den Verkauf  von nicht zertifiziertem Teakholz bei Möbel BRAUN. Der Informationsstand war schnell aufgebaut und auch sehr gut besucht, so dass viele an Infomaterialien ausgegeben werden konnten. Für die Kleinen hatten wir lustige Waldplakate im Gepäck.

Als Anschluß zu unserer Aktion vor dem BRAUN Möbel Center am 22. August (s.u.), hatten wir uns vorgenommen, noch einmal Unterschriften zu sammeln. Mit diesen wollen wir bekräftigen, daß wir nur noch FSC-zertifizierte Möbel und Holzprodukte in den Verkaufseinrichtungen empfehlen. Der FSC ist momentan das einzige weltweit gültige Siegel, das ein nachhaltige Waldwirtschaft auch unter sozialen und ökologischen Aspekten gewährleistet. Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern auch der Artenschutz und die Rechte indigener Völker sowie Waldarbeiter. Die gesammelten Unterschriften werden wir an die Geschäftsleitung des Möbelhauses BRAUN schicken.

Darüber hinaus informierten wir über Probleme bei der Kennzeichnung von Produkten aus Massivholz. Bei einem Gang durch deutsche Möbelhäuser begegnet man immer häufiger Begriffen wie „Industrieholz“, „Rubberwood“, „Wildeiche“, „Kernbuche“ oder „Altholz“. Dies sind keine botanischen Bezeichnungen sondern Fantasie- und Modebegriffe. Dem umweltbewussten Verbraucher wird es damit unmöglich gemacht, Genaues über die Herkunft des Holzes zu erfahren. Vor allem wenn das Produkt nicht nach den Richtlinien des FSC zertifiziert ist.

Auch auf Nachfrage bekommt man zu diesen Holzarten in der Regel keine klare Auskunft um was für eine Holzart es sich wirklich handelt und woher diese kommt. Greenpeace Freiburg fordert den Holzhandel deshalb dazu auf, jedes Produkt klar zu kennzeichnen mit dem botanischen Namen, der geographischen Herkunft und dem Verarbeitungsort sowie der Waldbewirtschaftungsform. Nur so kann der Verbraucher entscheiden, ob er ein z.B. einen Eichentisch aus deutschen Wäldern oder beispielsweis den osteuropäischen Karpaten oder gar der sibirischen Amur-Region kauft. Von der Politik hoffen und erwarten wir, dass diese eine entsprechende rechtliche Grundlage schafft. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie in unseren beiden Factsheets "Worauf Verbraucher beim Holzkauf achten sollten" und "Das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC)".

 

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Aktion bei Möbel BRAUN für FSC-zertifizierte Möbel

Am Samstag, den 22. August 2015, protestierten Aktivisten der Waldgruppe von Greenpeace Freiburg gegen den Verkauf von unzertifizierten Gartenmöbeln bei Möbel BRAUN. Hintergrund ist das schlechte Abschneiden von Möbel BRAUN im diesjährigen Gartenmöbel-Vergleich. Darin hatte BRAUN durch den Verkauf von unzertifizerten Gartenmöbeln aus Teakholz, welche teilweise mit „Burma-Teak“ beworben wurden, besonders schlecht abgeschnitten im Vergleich zu anderen Möbelhäusern Freiburgs. Teakholz aus Myanmar (ehemals Burma) ist als besonders problematisch einzustufen, da ein Großteil der dortigen Teak-Vorkommen aus Urwäldern stammt und illegaler Einschlag ein massives Problem darstellt. Nähere Infos dazu können Sie in unserem Teak Factsheet 2015 nachlesen.


Greenpeace empfiehlt bei Möbeln aus Massivholz grundsätzlich eine Zertifizierung nach dem FSC-Standard. Denn nur dann ist sicher, dass das Holz aus verantwortungsvoller und nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Dadurch werden nicht nur die Urwälder mit Ihrer unschätzbaren Artenvielfalt geschützt, sondern gleichzeitig ein enorm wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Der FSC (Forest Stewardship Council) wurde 1993 in Folge des Umweltgipfels von Rio ins Leben gerufen und ist eine nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation, die sich für eine umweltgerechte, sozialverträgliche und ökonomisch tragfähige Nutzung der Wälder unserer Erde einsetzt. Neben Umweltorganisationen, Gewerkschaften und Interessensvertreter indigener Völker wird der FSC auch von zahlreichen Unternehmen aus der Forst- und Holzwirtschaft unterstützt.


Vor den Toren des Einrichtungshauses Möbelhauses konnten bei strahlendem Sonnenschein Passanten näher aufgeklärt werden und vorbeifahrende Autofahrer einen Blick auf unsere Plakate werfen.  Manch ein Fußgänger wusste bereits Bescheid, da schon am Morgen ein sorgfältiger recherchierter Artikel in der "Badischen Zeitung" über die Aktion zu lesen war und wir die Öffentlichkeit mit einer Presseerklärung vorab informiert hatten. In einer Unterschriftenliste konnten Passanten Möbel BRAUN dazu auffordern nur noch FSC-zertifiziertes Tropenholz zu verkaufen und nicht zertifizierte Produkte aus dem Sortiment zu entfernen. Erfreulicherweise besuchte uns auch noch ein Journalist des SWR. Das aufgezeichnete und später ausgestrahlte Interview kann hier nachgehört werden.


Gegenüber der Badischen Zeitung wies BRAUN die Vermutung, dass illegales Teakholz aus Urwaldzerstörung verkauft werden könnte, zurück und behauptete, dass alles außereuropäische Holz im Angebot aus legalen Quellen stamme und darüber hinaus zertifiziert sei. Um welches Zertifikat es sich dabei handelt wurde indes nicht offen gelegt. Es gibt zwar auch andere Holz-Gütezeichen als das FSC-Siegel, jedoch können diese nicht garantieren, dass keine Urwaldzerstörung stattfindet. Für alle Umweltorganisationen sind Tropenhölzer deshalb nur akzeptabel, wenn diese das FSC-Zertifikat tragen. In unseren sehr gründlichen Recherchen im Vorfeld stellten wir fest, dass die meisten Gartenmöbel bei BRAUN nicht FSC-zertifiziert sind. Für die Produkte aus "Burma-Teak" hatte BRAUN Greenpeace gegenüber im letzten Jahr noch Dokumente vorgelegt, nach denen dieses FSC-zertifiziert sei und aus China stamme. Brisanterweise gibt es in China keine natürlichen Teak-Vorkommen und es ist bekannt, dass Teile des illegal in Myanmar gefällten Teaks nach China gelangen und dort verarbeitet werden. Allgemein gibt es für FSC-zertifizierte Produkte eine Kennzeichnungspflicht. Bei einer damaligen Überprüfung konnte jedoch weder auf den Möbelstücken noch Verkaufskartonagen das FSC-Logo mit Code gefunden werden. Wenn also das "Burma-Teak" von BRAUN nach dem FSC-Standard zertifiziert gewesen sein soll, dann wurde entweder die Kennzeichnungspflicht verletzt oder die Darstellungen von BRAUN entsprechen nicht der Wahrheit. Wir werden deshalb in weiteren Schreiben und Aktivitäten Möbel BRAUN zur Offenlegung entsprechende Nachweise auffordern.

 

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10 Jahre Gartenmöbel-Vergleich

Die Waldgruppe von Greenpeace Freiburg präsentierte letzen Samstag, den 23.05.2015, zum zehnten mal in Folge Ihren alljährlichen Gartenmöbel-Vergleich. Der dazu abgehaltene Informationsstand an der  Ecke Kaiser-Josephstraße/Schiffstraße fand super Zuspruch unter den Passanten und war gut besucht. Im Vorfeld hatten wir auch die Medien mit einer Pressemitteilung 2015 eingeladen und ein Interview mit der Firma Lignum angeboten, welche dieses Jahr zum zweiten mal als bestes Geschäft abgeschnitten hatte.

Bei schönem Wetter war der Stand schnell aufgebaut und wir hatten viel Informationsmaterial und den neuen Gartenmöbel-Vergleich im Gepäck. Die Fussgängerzone war wie immer gut besucht und so fanden viele Menschen den Weg zu unserem Stand. Dabei konnten wir viele Fragen zu Holz und Urwald, Alternativen zu Teakholz und Vieles mehr beantworten. Auch unsere Vergleiche waren schnell alle verteilt!

 

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Im Vorfeld hatten die Waldgruppe wochenlang wieder in Freiburger Möbelhäusern und Baumärkten nach Gartenmöbeln recherchiert. Dabei wurde besonders geschaut, ob nicht zertifiziertes Urwaldholz oder Holz aus illegalen Quellen verkauft wird. Durch diese Arbeit wollen wir zum einen die Händler von Gartenmöbeln aufklären, was für Alternativen es zu Urwaldholz gibt und die Endkunden beraten, bei welchen Geschäften es ökologisch glaubwürdige Ware gibt. Damit wollen wir nicht nur den Urwald und die Artenvielfalt, sondern auch  das Klima retten!

Leider warteten wir umsonst auf die Presse. Trotzdem waren wir sehr erfreut, dass das Thema auf viele Interessenten stieß und hoffen, dass im nächsten Jahr noch mehr Geschäfte die Bestnote (++) erhalten, die es nur für Geschäfte gibt, die ausschließlich heimisches Holz und FSC-Zertifikat anbieten.

 

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Hier geht zum Betrachten oder Download des diesjährigen Ratgebers: Gartenmoebelvergleich 2015

Hier kann man unser aktuelles Infomaterial über Teakholz nachlesen: Teak Factsheet 2015

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