Aktion für klare Kennzeichnung bei Holzmöbeln und Sammlung von Unterschriften an Möbel BRAUN

Am Samstag, den 31.10.15, informierten Aktivisten von Greenpeace Freiburg in der Innenstadt über Mängel bei der Kennzeichnung von Massivholzprodukten und sammelten erneut Unterschriften gegen den Verkauf  von nicht zertifiziertem Teakholz bei Möbel BRAUN. Der Informationsstand war schnell aufgebaut und auch sehr gut besucht, so dass viele an Infomaterialien ausgegeben werden konnten. Für die Kleinen hatten wir lustige Waldplakate im Gepäck.

Als Anschluß zu unserer Aktion vor dem BRAUN Möbel Center am 22. August (s.u.), hatten wir uns vorgenommen, noch einmal Unterschriften zu sammeln. Mit diesen wollen wir bekräftigen, daß wir nur noch FSC-zertifizierte Möbel und Holzprodukte in den Verkaufseinrichtungen empfehlen. Der FSC ist momentan das einzige weltweit gültige Siegel, das ein nachhaltige Waldwirtschaft auch unter sozialen und ökologischen Aspekten gewährleistet. Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern auch der Artenschutz und die Rechte indigener Völker sowie Waldarbeiter. Die gesammelten Unterschriften werden wir an die Geschäftsleitung des Möbelhauses BRAUN schicken.

Darüber hinaus informierten wir über Probleme bei der Kennzeichnung von Produkten aus Massivholz. Bei einem Gang durch deutsche Möbelhäuser begegnet man immer häufiger Begriffen wie „Industrieholz“, „Rubberwood“, „Wildeiche“, „Kernbuche“ oder „Altholz“. Dies sind keine botanischen Bezeichnungen sondern Fantasie- und Modebegriffe. Dem umweltbewussten Verbraucher wird es damit unmöglich gemacht, Genaues über die Herkunft des Holzes zu erfahren. Vor allem wenn das Produkt nicht nach den Richtlinien des FSC zertifiziert ist.

Auch auf Nachfrage bekommt man zu diesen Holzarten in der Regel keine klare Auskunft um was für eine Holzart es sich wirklich handelt und woher diese kommt. Greenpeace Freiburg fordert den Holzhandel deshalb dazu auf, jedes Produkt klar zu kennzeichnen mit dem botanischen Namen, der geographischen Herkunft und dem Verarbeitungsort sowie der Waldbewirtschaftungsform. Nur so kann der Verbraucher entscheiden, ob er ein z.B. einen Eichentisch aus deutschen Wäldern oder beispielsweis den osteuropäischen Karpaten oder gar der sibirischen Amur-Region kauft. Von der Politik hoffen und erwarten wir, dass diese eine entsprechende rechtliche Grundlage schafft. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie in unseren beiden Factsheets "Worauf Verbraucher beim Holzkauf achten sollten" und "Das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC)".

 

 Aktion Braun 2 Bild 1

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