| Klimawandel durch Holzhandel |
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Samstagvormittag, 1. März: Greenpeace-Aktivisten der Gruppe Freiburg protestieren bei insgesamt 7 Geschäften gegen Urwaldholz aus Raubbau. Denn in der Ökohauptstadt Deutschlands werden nach wie vor illegal geschlagene Hölzer aus den letzten Urwäldern der Erde als Möbel, Parkett oder Bauholz verkauft. Dies ist ein Skandal, denn Urwälder sind Schatzkammern der Artenvielfalt und unersetzlich für das Weltklima! Wir wollten wissen, wo in Freiburg überall Urwaldholz aus Raubbau zu finden ist. In einer umfangreichen Recherche hatten wir in den vergangenen Tagen über 40 Freiburger Möbel- und Parkett-Geschäfte unter die Lupe genommen und sind dabei fündig geworden: Etwa ein Drittel der Geschäfte bieten tatsächlich Holz aus Urwaldzerstörung an; besonders Parkett- und Fussbodenhandlungen greifen gerne auf edle Urwaldhölzer zurück. Die Fimen HolzLand Birkle, Flamme Holzwerkstoffe, Parkettstudio Kirstein, Magazin-Direkt-Megastore und Teppich-Zentrum verkaufen eine besonders große Auswahl Tropenhölzer ohne glaubwürdiges Umweltzertifikat.
Das verwundert nicht, denn nach wie vor gibt es eine Nachfrage nach Tropenhölzern seitens der Kunden und skrupellose Zwischenhändler und Endverkäufer können mit edlen Urwaldhölzern viel Geld verdienen. Manch einem ist jedoch gar nicht bewusst, dass sein Jatoba-Parkett oder sein Teak-Gartentisch aus illegaler Urwaldzerstörung stammt. Doch genau dies ist meist der Fall: denn in Deutschland gibt es immer noch kein Gesetz, das den Handel mit Urwaldholz aus Raubbau verbietet! Ein Urwaldschutz-Gesetz ist deswegen eine der zentralen Forderungen von Greenpeace an die Bundesregierung zum Schutz der letzten Urwälder. In den Geschäften haben wir unter anderem die Tropenhölzer Teak, Bangkirai, Shorea, Merbau, Wengé, Ipé und Iroko gefunden. Diese stammen aus Urwaldregionen in Zentralafrika und Südostasien und finanzieren beispielsweise in Myanmar (Burma) den Völkermord der dortigen Militärdiktatur an dem Volksstamm der Karen. Bis zu 80 Prozent des Holzes wird in diesen Ländern ohne staatliche Genehmigung eingeschlagen. Nicht nur Menschen und Tiere in diesen Regionen verlieren so ihre Lebensgrundlagen. Auch die Menschen in den Industrieländern müssen mit dem Klimawandel die Konsequenzen der Urwaldvernichtung tragen. Bei unserer Aktion am 1. März protestierten wir mit Bannern und Flugblättern gegen den Handel mit Urwaldholz aus Raubbau bei den Firmen HolzLand Birkle, Flamme Holzwerkstoffe, Parkettstudio Kirstein, Götz+Moriz, Magazin-Direkt-Megastore, Bembé und Teppich-Zentrum. In einigen der Geschäfte markierten wir unzertifiziertes Tropenholz mit Label-Aufklebern „Holz aus Urwaldzerstörung – Finger weg!“. Zugleich suchten wir das Gespräch mit den Filialleitern, sofern diese zugegen waren. Während wir bei Götz + Moritz auf viel Verständnis für unsere Aktion stießen, wurden wir bei HolzLand Birkle im Industriegebiet Hochdorf weniger freundlich und mit der Einstellung „Wir verkaufen eben, was unsere Kunden wollen, und daran werden wir auch nichts ändern“ empfangen. – Ihre Chance als Verbraucher: zeigen Sie Birkle HolzLand und den anderen Geschäften, die unzertifiziertes Urwaldholz verkaufen, Ihre Enttäuschung darüber, dass dieses Unternehmen seiner Verantwortung im ökologisch nachhaltigen Holzhandel nicht gerecht wird.
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